Wer steht bei der Oberbürgermeisterwahl am 8. März in Amberg zur Wahl? Welche Themen treiben sie an? Wir stellen den Kandidat*innen eure Fragen. Als gemeinsamer Kandidat der Liste Amberg und der Grünen tritt Hans-Jürgen Bumes an.
„Gute Frage. Ich bin ja eigentlich der älteste Bewerber für das OB-Amt in der Gruppe. Aber meine Stärken liegen in der Erfahrung. Ich bin seit 24 Jahren Stadtrat. Durch meinen Beruf liegt mir die Kreativität, die man braucht, um Probleme zu lösen, im Blut. Ich arbeite in der Entwicklungsabteilung, deswegen bin ich auch für junge Menschen geeignet, um neue Impulse zu setzen. Dazu kommt unser Nachhaltigkeitsdenken, das es für ein zukunftsfähiges Leben in der Stadt für alle braucht.“
„Meine Heimat.”
„Schwere Frage. So viel Freizeit habe ich gar nicht durch meine Arbeit, den Stadtrat und dann bin ich auch noch Ortsgruppenvorsitzender vom Bund Naturschutz. Ich bin eigentlich ziemlich viel unterwegs. Wenn, dann höchstens mal Freitagabend in der Kneipe beim Jörigs oder – wenn mittlerweile auch eher selten – beim Wild Vatil.”
„Die Eishalle ist natürlich ein wichtiger Bestandteil von Sport und Freizeit in Amberg, insbesondere, was Eishockey und Eislauf angeht. Da gab es in der Vergangenheit einen Betreiberwechsel. Nun ist der ERSC dafür verantwortlich und schiebt viele Initiativen an, wie den Inklusionslauf. Das ist sehr interessant. Das wollen wir natürlich unterstützen. Die Stadt fördert den Erhalt und den Betrieb der Halle. Da möchte ich am Ball bleiben, besonders, was das Thema Ertüchtigung für die Zukunft angeht, um einen nachhaltigen Betrieb zu gewährleisten.”
„Da gibt es Pläne. Das Thema war auch schon öfter im Fokus bei Gesprächen mit Kulturschaffenden in Amberg. Es wird ja das neue Gebiet rund um die Leopoldkaserne geben, in dem speziell angedacht ist, Proberäume zu schaffen, um dieser Knappheit zu begegnen. Das soll Kulturschaffenden die Möglichkeit geben, sich hier in Amberg besser entfalten zu können.”
„Das Thema Kulturangebot ist eine breite Geschichte hier in Amberg. Ein Riesenfeld, das wir gottseidank haben, das von bildenden Künsten bis hin zum Theater reicht. Ich möchte versuchen, durch die Schaffung von entsprechenden Räumen die Möglichkeit zu bieten, dass sich die Künstler entfalten können.”
„Da hat sich in den letzten Jahren viel getan. Beim Thema Radwegebau sind wir deutlich besser unterwegs als noch vor zehn Jahren. Aber das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Das Fahrrad muss noch weiter in den alltäglichen Verkehr hineinwachsen. Das heißt, es muss zu einem ganz normalen Fortbewegungsmittel werden, das dem Auto ebenbürtig ist. Die Radwege müssen durchgängig sein. Ein weiterer Entwicklungspunkt wären die Fahrradschnellstraßen. Was es braucht, das ist eine faire Aufteilung der Wege für alle Verkehrsteilnehmer – für Auto- und Radfahrer, aber auch für die Fußgänger. Dazu kommt noch das Thema E-Ladestationen. Es gibt zwar eine hinter dem Rathaus, aber mehr schadet nicht, vor allem, wenn es um Gleichwertigkeit geht.“
„Das ist ein wichtiger Punkt, den wir mehr im Auge haben müssen. Das geht bei der Schulbetreuung an Schulen los, die wir ausbauen müssen, um einen inklusiven Unterricht für alle an einer gemeinsamen Schule zu ermöglichen. Das ist die Vorgabe des Bundes. Ich möchte aber auch inklusive und barrierefreie Möglichkeiten in Amberg voranbringen. Das Thema Barrierefreiheit in Amberg beginnt beim ÖPNV und endet bei unseren Verwaltungsgebäuden. Das sind Dinge, in denen wir besser werden müssen. Vielleicht müssen wir auch ein anderes Angebot mit unserem Bürgerbüro schaffen, um den inklusiven Zugang zur Verwaltung voranzubringen.“
„Da wird nichts an Kontrollen vorbeiführen, um die Frequenz runterzubringen. Wir haben schon mal einen Antrag zum Thema Lärmblitzer gestellt. Das ist eine interessante Möglichkeit, die es jetzt auch in der Schweiz und in den Niederlanden gibt. Damit kann man zu laute Autos genauso wie Temposünder blitzen und die Fahrer zur Kasse bitten. Das wäre ein wichtiger Bestandteil für mich, um diese unnötige Lärmbelästigung zu verringern.“
„Das ist leider ein frommer Wunsch. Das wird dauern, auch wenn sich kleinere Maßnahmen schneller umsetzen lassen. Wenn Baugebiete erschlossen werden, dann leiden die Straßen natürlich darunter, dass da Bagger und Baustellenfahrzeuge drüberrollen. Insgesamt haben wir viel zu tun. Aber das ist keine Sache, die von heute auf morgen geht. Das ist ein Prozess, der – leider sage ich da – aufgrund der Finanzsituation der Stadt seine Zeit brauchen wird.“