Ausbildung in der Pflege: Miriam (17) erzählt von ihrem Alltag | Weiden24 - Stage

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Miriam Bayer macht eine Ausbildung zur Pflegefachfrau bei der Caritas. Besonders wichtig ist ihr, dass sich ihre Patientinnen und Patienten wohlfühlen. (Bild: Paulina Schmidt)
Miriam Bayer macht eine Ausbildung zur Pflegefachfrau bei der Caritas. Besonders wichtig ist ihr, dass sich ihre Patientinnen und Patienten wohlfühlen. (Bild: Paulina Schmidt)
Miriam Bayer macht eine Ausbildung zur Pflegefachfrau bei der Caritas. Besonders wichtig ist ihr, dass sich ihre Patientinnen und Patienten wohlfühlen. (Bild: Paulina Schmidt)
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Miriam Bayer macht eine Ausbildung zur Pflegefachfrau bei der Caritas. Besonders wichtig ist ihr, dass sich ihre Patientinnen und Patienten wohlfühlen. (Bild: Paulina Schmidt)

Ausbildung in der Pflege: Miriam (17) erzählt von ihrem Alltag

Miriam Bayer macht eine Ausbildung zur Pflegefachkraft. Wie das abläuft und was ihr besonders wichtig ist.

„Ich hatte nicht geplant, in die Pflege zu gehen“, gesteht Miriam Bayer (17). Trotzdem absolvierte sie zuerst eine Ausbildung zur Pflegefachhelferin und steckt inzwischen mitten in der Ausbildung zur Pflegefachkraft. Wie es dazu kam? „Ich bin aufgewacht und dachte, der Beruf könnte ganz cool sein“, erinnert sie sich.

Überzeugt nach Probetag

2024 machte Miriam ihren Abschluss an der Markus-Gottwalt-Schule in Eschenbach. „Ich dachte, ich würde danach etwas mit Kindern machen. Aber dann habe ich ein Praktikum im Kindergarten gemacht, und das hat sich noch nicht ganz richtig angefühlt“, erzählt sie.

Durch eine Schulfreundin erfuhr sie von der Caritas-Sozialstation in Grafenwöhr und dem ambulanten Pflegedienst. „Ich habe einen Probetag gemacht und mir angeschaut, wie alles abläuft. Das war wichtig für mich, und ich habe gemerkt, dass ich mich hier wohlfühle.“

Anschließend machte Miriam eine Ausbildung zur Pflegefachhelferin. Pflegefachhelfer unterstützen Pflegefachkräfte bei der Versorgung, Betreuung und Pflege von alten oder kranken Menschen. „Doch das war mir zu wenig. Deswegen habe ich danach noch die Ausbildung zur Fachkraft angefangen“, sagt die 17-Jährige. Hier trage man mehr Verantwortung und habe noch vielfältigere Aufgaben.

Verschiedene Aufgaben

Miriam ist jeden Tag unterwegs und weiß oft nicht, was sie erwartet. Sie fährt von Patient zu Patient und hilft ihnen. „Wir wecken die Menschen morgens, unterstützen sie dabei, ins Badezimmer zu gehen, und helfen bei der Grundpflege. Wir spritzen aber beispielsweise auch Insulin“, erklärt sie. Außerdem stehen sie in Kontakt mit Ärzten und der Apotheke und kümmern sich um Medikamente, die die Patienten brauchen. Hinzu kommen bürokratische Aufgaben.

„Man braucht auf jeden Fall Empathie“, sagt Miriam. Man müsse den Menschen zuhören, offen und respektvoll sein. „Und Humor hilft auch“, weiß sie. „Für mich ist das Wichtigste, dass sich die Menschen bei mir wohlfühlen.“ Dafür bekomme man von den Patientinnen und Patienten auch viel zurück: „Die meisten Menschen sind sehr dankbar.“

Die wichtigsten Infos zur Ausbildung im Überblick:

  • Man kann die Ausbildung zum Pflegefachmann oder zur Pflegefachfrau laut Bundesagentur für Arbeit an Pflegeschulen sowie Krankenhäusern oder bei stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen absolvieren.
  • Pflegefachleute pflegen und betreuen Menschen in der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege. Sie pflegen dabei selbst, übernehmen aber auch die Planung und Dokumentation. Sie setzen Anordnungen von Ärzten um, versorgen Wunden, geben Medikamente und unterstützen bei Untersuchungen.
  • Die Ausbildung dauert normalerweise 3 Jahre.
  • Pflegefachleute arbeiten beispielsweise in Krankenhäusern, in Altenpflegeheimen, bei ambulanten Pflegediensten und in Wohnheimen für Menschen mit Behinderungen.
  • Voraussetzung für die Ausbildung ist in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss. Akzeptiert wird auch ein Hauptschulabschluss in Kombination mit einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung (beispielsweise in der Gesundheits- und Kranken- oder Altenpfegehilfe).
  • Zu den Anforderungen für den Beruf zählen Einfühlungsvermögen, Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein und psychische Stabilität.
  • Wie viel man verdient, hängt vom Ausbildungsbetrieb ab. Es gibt Betriebe, die unter den Geltungsbereich eines Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes fallen. Hier erhalten Auszubildende folgendes Gehalt: 1.491 Euro im 1. Jahr, 1.552 Euro im 2. Jahr und 1.653 Euro im 3. Jahr.
 
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