Theresa Nickl begeisterte bei der Langen Nacht der Demokratie mit ihrem Gedicht „Deutschland, ich liebe dich“. Die 18-jährige Schülerin nutzt ihre Worte, um Gedanken auszudrücken und um auf gesellschaftliche Probleme aufmerksam zu machen.
„Liebe heißt nicht, dass ich schweige, damit du schön aussiehst.“ Diese Zeile aus ihrem Gedicht „Deutschland, ich liebe dich“ zeigt, was Theresa Nickl mit ihren Texten erreichen möchte: sie will ihre Gedanken ausdrücken und Probleme ansprechen.
Bei der Langen Nacht der Demokratie im Oktober trug die Weidener Schülerin das Gedicht zum ersten Mal vor Publikum vor. Obwohl sie sehr nervös war, blickt die 18-Jährige stolz auf ihren ersten Auftritt zurück. „Ich bin froh, dass ich es vorgetragen habe und dass es so gut funktioniert hat“, erzählt sie.
Neben Gedichten schreibt Theresa auch Kurzgeschichten und Artikel für die Schülerzeitung des Augustinus-Gymnasiums. „Am liebsten schreibe ich Geschichten“, erklärt die 18-Jährige. Gedichte seien für sie aber eine besondere Möglichkeit, ihre Gedanken auszudrücken. „Es ist fast so, als würde man ein Bild malen.“
Einen festen Plan beim Schreiben hat Theresa aber nicht. Vielmehr müsse man sich einfach hinsetzen und anfangen. „Meine Gedanken kommen, während ich das gerade mache.“
In diesem Fall entschied sie sich dafür, Probleme in Deutschland anzusprechen und auf die Demokratie aufmerksam zu machen. „Demokratie ist mir wichtig, weil jeder Mensch eine Stimme haben sollte“, betont sie. Aufgrund der aktuellen politischen Entwicklungen sei es essenziell, sich dafür einzusetzen und Missstände anzusprechen. „Man hat ja schon manchmal das Gefühl, die Demokratie ist in Gefahr.“
Ob sie später einmal beruflich schreiben möchte, weiß Theresa noch nicht. Nach ihrem Abitur möchte die Schülerin zunächst etwas anderes machen: „Aktuell bewerbe ich mich für ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland“, erzählt sie.
Zuvor steht jedoch ein weiterer Auftritt an. Am 30. Oktober trägt Theresa ihr Gedicht beim „Kunstgenuss bis Mitternacht“ erneut vor. Ganz ohne Nervosität wird es wohl auch dieses Mal nicht gehen. Gleichzeitig freue sie sich darauf, ihre Worte noch einmal präsentieren zu können. „Ich möchte dem Gedicht mehr Aufmerksamkeit verschaffen.“