Zwei Beamte der Bundespolizeiinspektion Waidhaus haben die Bayerische Rettungsmedaille für ihren mutigen Einsatz bei der Rettung eines Lkw-Fahrers auf der A 6 erhalten. Dabei hatten sie auch ihr eigenes Leben riskiert.
Johannes Weigandt und Christian Ach von der Bundespolizeiinspektion Waidhaus haben für einen außergewöhnlich mutigen Einsatz unter Lebensgefahr die Bayerischen Rettungsmedaille bekommen. Die Auszeichnung würdigt laut einer Pressemitteilung ihr entschlossenes Handeln bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A 6 im November 2024, bei dem ein Lastwagen am Stauende wegen Grenzkontrollen aufgefahren war. Der Fahrer wurde im Führerhaus eingeklemmt und geriet in eine lebensbedrohliche Lage. Die beiden Bundespolizisten waren die ersten Einsatzkräfte vor Ort und handelten sofort.
Ohne zu zögern begaben sie sich in das stark beschädigte Führerhaus, um den Mann zu befreien. Während der Rettungsmaßnahmen geriet das Fahrzeug in Brand. Die Flammen breiteten sich schnell aus. Dichter Rauch und extreme Hitze erschwerten die Rettung erheblich und brachten die Beamten selbst in akute Gefahr. Trotz dieser lebensbedrohlichen Umstände setzten die beiden ihre Rettungsmaßnahmen konsequent fort und befreiten den Fahrer schließlich aus dem Fahrzeug, heißt es in der Mitteilung weiter. Nur kurze Zeit später stand der Lastwagen in Vollbrand.
Mit ihrem Handeln bewiesen die Beamten außergewöhnlichen Mut, Entschlossenheit und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein. Ihr Einsatz ging deutlich über die regulären Dienstpflichten hinaus und rettete dem Fahrer das Leben. Für diesen Einsatz verlieh Ministerpräsident Markus Söder den beiden Bundespolizisten nun in der Bayerischen Staatskanzlei die Bayerische Rettungsmedaille verliehen. Die Auszeichnung zählt zu den höchsten Ehrungen im Freistaat für die Rettung von Menschenleben und unterstreicht die besondere Bedeutung dieses Einsatzes.