Stephan Seeger vor dem Abstiegsfinale der Blue Devils: „Alan Letang ist nicht Harry Potter” | Weiden24 - Stage

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Teampräsident Stephan Seeger sen. von der Investorengruppe Birch-Group. (Bild: Tobias Neubert)
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Teampräsident Stephan Seeger sen. von der Investorengruppe Birch-Group. (Bild: Tobias Neubert)

Stephan Seeger vor dem Abstiegsfinale der Blue Devils: „Alan Letang ist nicht Harry Potter”

Nach dem ernüchternden 0:4 gegen Bad Nauheim stehen die Blue Devils Weiden vor einem Finale gegen Kaufbeuren. Teampräsident Stephan Seeger erklärt die Ursachen, stärkt Trainer Alan Letang den Rücken – und hat eine Forderung an die Fans.

Nach der klaren 0:4-Niederlage in der Best-of-7-Serie gegen den EC Bad Nauheim stehen die Blue Devils Weiden endgültig mit dem Rücken zur Wand. Im entscheidenden zweiten Play-down-Duell gegen den ESV Kaufbeuren (ab Gründonnerstag, 2. April, im Zwei-Tages-Rhythmus) geht es nun um nicht weniger als den Klassenerhalt in der DEL2 – sportlicher Überlebenskampf pur. Teampräsident Stephan Seeger ordnet im Gespräch mit Oberpfalz-Medien in der Nacht zum Samstag und kurz nach der Landung in New York diese empfindliche Niederlage ein und blickt nach vorne auf das Abstiegsfinale.

Die Ursachen für das deutliche Serien-Aus sieht Seeger vor allem in der fehlenden Durchschlagskraft in der Offensive – und in einem überragenden gegnerischen Torhüter Gerald, „Jerry” Kuhn: „In dieser Serie trafen die Jungs auf einen außergewöhnlich starken, ,heißen‘ Torhüter. Uns ist es schlicht nicht gelungen, die nötige Offensivproduktion zu erzeugen, um zu gewinnen. Bad Nauheim hatte genau dann die nötige Erfahrung im Tor, als sie gebraucht wurde, und dafür muss man ihnen Anerkennung zollen.“

Vertrauen in Letang

Zwar habe sein Team durchaus Chancen gehabt, diese aber nicht genutzt: „Wenn wir hochwertige Chancen hatten, konnten wir sie nicht nutzen.“ Von einer klaren Unterlegenheit will Seeger dennoch nicht sprechen: „Ich würde nicht unbedingt sagen, dass wir unterlegen waren – vielmehr konnten wir diesen überragenden Goalie nicht überwinden.“

Für das nun anstehende „Abstiegsfinale“ gegen Kaufbeuren fordert der Teampräsident vor allem mehr Konsequenz im Angriffsspiel: „Wir müssen Tore erzielen und hochkarätige Chancen konsequent verwerten.“ Gleichzeitig gelte es, über die gesamte Spielzeit hinweg mit hoher Intensität aufzutreten. Trotz einzelner „auffälliger Defensivfehler” sieht Seeger auch positive Ansätze: „Unser Goaltending war durchgehend stark, und das muss natürlich so bleiben.“ Wichtig sei nun, den Fokus schnell neu auszurichten: „Die Jungs müssen dieses Spiel hinter sich lassen und sich auf die nächste Runde vorbereiten.“

Rückendeckung erhält auch Trainer Alan Letang, der in seinen ersten zehn Spielen nach regulärer Spielzeit noch ohne Sieg ist. Seeger verweist auf die schwierigen Umstände: „Er hat eine von Verletzungen geplagte und von Beginn an kämpfende Mannschaft übernommen.“ Gleichzeitig fordert er Unterstützung von den Rängen: „Es ist jetzt an der Zeit, dass unsere Fans hinter ihm und den Jungs stehen.“

Keine Gedanken an Abstieg

Letang selbst sei „nicht Harry Potter und kann nicht selbst aufs Eis gehen“, er arbeite aber ruhig und strukturiert: „Seine Erfahrung ist genau das, was wir jetzt brauchen.“ Auch intern nehme er eine positive Entwicklung wahr: „In meinen Gesprächen mit den Spielern wird deutlich, dass sie gewinnen wollen und sich mit der Führung an der Bande wohlfühlen.“

Trotz der prekären Lage gibt sich Seeger kämpferisch und vermeidet Gedankenspiele an einen möglichen Abstieg: „Im Moment planen wir nichts anderes, als eine Serie zu gewinnen.“ Der Fokus liege klar auf den entscheidenden Faktoren: „Härte, mehr Offensive, hoher Wettbewerbsgeist, Präsenz vor dem Tor, das Nutzen von Top-Chancen.“ Entscheidend sei zudem, als Einheit aufzutreten: „Letztlich: in jedem Spiel 60 Minuten als Team auftreten und füreinander spielen.“ Seine Botschaft ist unmissverständlich: „Weder auf dem Eis noch im Management gibt es Aufgeben. Jetzt wird gespielt. Drittel für Drittel, Spiel für Spiel.“

 
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