Blue Devils verlieren bei Letang-Einstand in Regensburg | Weiden24 - Stage

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Manuel Edfelder erzielt in dieser Szene den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Blue Devils. Am Ende verlieren die Weidener das Oberpfalz-Derby trotz starker Leistung mit 3:4.  (Bild: Werner Moller)
Manuel Edfelder erzielt in dieser Szene den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Blue Devils. Am Ende verlieren die Weidener das Oberpfalz-Derby trotz starker Leistung mit 3:4. (Bild: Werner Moller)
Manuel Edfelder erzielt in dieser Szene den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Blue Devils. Am Ende verlieren die Weidener das Oberpfalz-Derby trotz starker Leistung mit 3:4. (Bild: Werner Moller)
cancel
info
Manuel Edfelder erzielt in dieser Szene den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Blue Devils. Am Ende verlieren die Weidener das Oberpfalz-Derby trotz starker Leistung mit 3:4. (Bild: Werner Moller)

Blue Devils verlieren bei Letang-Einstand in Regensburg

Interessanter hätte der Einstand von Alan Letang nicht sein können. Der neue Coach der Blue Devils stand am Freitag im Derby in Regensburg erstmals an der Bande. Sein Team zeigte eine durchaus starke Partie.

Die Blue Devils Weiden haben am Freitagabend in der DEL2 vor 4611 Zuschauern im Oberpfalz-Derby bei den Eisbären Regensburg mit 3:4 nach Penaltyschießen verloren. Beim Trainerdebüt von Alan Letang zeigten die Blue Devils über lange Strecken eine sehr starke Partie, kamen eine Minute vor Schluss zum Ausgleich, verloren dann aber im Penaltyschießen.

Bei den Blue Devils fehlte neben den bekannten Langzeitverletzten am Freitag weiterhin Tyler Ward. Zwischen den Pfosten vertraute Letang auf den zuletzt so starken Michael McNiven - Connor McLeod agierte als Backup. Darüberhinaus setzte der Kanadier auf die exakt selbe Reihenzusammensetzung wie beim 3:1-Heimsieg gegen den EC Bad Nauheim.

Die Blue Devils erwischten den denkbar schlechtesten Start in die Partie: Keine zwei Minuten waren gespielt, als die Weidener Hintermannschaft Kevin Slezak in bester Position aus den Augen verlor. Der Regensburger hatte aus kurzer Distanz wenig Mühe, zur frühen Führung einzunetzen. Die erste Überzahlsituation des Spiels nutzten jedoch die Blue Devils zum Ausgleich. In der achten Spielminute zog Manuel Edfelder aus kurzer Distanz ab, wobei ein Regensburger Verteidiger den Puck unglücklich ins eigene Tor abfälschte. In der Folge kamen die Devils zunehmend besser ins Spiel und erspielten sich mehrere gute Möglichkeiten, während Regensburg vor allem über Konter gefährlich blieb. Eine Unterzahlsituation überstand Weiden in dieser Phase ohne Gegentor. Kurz darauf scheiterte Noah Samanski in Überzahl aus aussichtsreicher Position knapp am Lattenkreuz. Um sicherzugehen, dass die Scheibe nicht hinter der Linie gewesen war, überprüften die Schiedsrichter die Szene per Video. Ohne weitere Treffer ging es schließlich in die erste Drittelpause.

Die Devils starteten mit viel Zug ins Mitteldrittel und erspielten sich direkt mehrere gute Chancen, ohne sich zunächst zu belohnen. In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit leichtem Übergewicht für die Mannschaft von Alan Letang. Nachdem die Blue Devils die Eisbären über längere Zeit im eigenen Drittel festgesetzt hatten, traf Cedric Schiemenz in der 31. Minute verdient zur Weidener Führung. Einem satten Schuss aus halbrechter Position konnte Eisbären-Schlussmann Jonas Neffin nur noch hinterherschauen. In dieser Phase spielten nahezu ausschließlich die Blue Devils nach vorne, während Regensburger Angriffe meist schon durch konsequentes Abwehrverhalten in der neutralen Zone unterbunden wurden. Drei Minuten vor Drittelende tauchte Neal Samanski nach einem schönen Konter frei vor Neffin auf, setzte seinen Abschluss jedoch zu zentral. Im Anschluss überstanden die Devils noch eine Unterzahlsituation, in der sich Michael McNiven mit mehreren starken Paraden auszeichnete. So ging es mit einer Weidener Führung in die zweite Pause.

Auch zu Beginn des Schlussdrittels machten die Blue Devils mächtig Druck und erspielten sich direkt mehrere aussichtsreiche Möglichkeiten. Der Treffer wollte in dieser Phase jedoch nicht fallen. Regensburg blieb weiterhin nur vereinzelt gefährlich – und wenn doch, war Michael McNiven zur Stelle. Mehrfach scheiterten die Weidener in Person von Samanski und Edfelder allein vor dem Regensburger Tor. Dass der Rückstand rund 13 Minuten vor dem Ende weiterhin nur ein Tor betrug, war aus Sicht der Eisbären durchaus schmeichelhaft. In Überzahl gelang den Gästen in der 48. Minute dann jedoch quasi aus dem Nichts der Ausgleich durch David Morley. Kurz darauf mussten die Blue Devils erneut in Unterzahl agieren, doch Regensburg ließ mehrere gute Chancen ungenutzt. Im Gegenzug tauchte Noah Samanski erneut allein vor Jonas Neffin auf, brachte den Puck aber wieder nicht im Tor unter. Die Eisbären zeigten sich wenig später eiskalt und gingen sechs Minuten vor dem Ende durch Nick Mähler mit 3:2 in Führung. Die Devils bewiesen jedoch Moral: Mit gezogenem Torwart war es erneut Cedric Schiemenz, der eine Minute vor Schluss mit einem satten Schuss den insgesamt verdienten Ausgleich erzielte. So ging es in die Overtime. Nachdem auch dort keine Entscheidung fiel, musste das Penaltyschießen herhalten. Dort traf lediglich der Regensburger Jeremy Bracco – damit war die Derby-Niederlage der Devils besiegelt.

Eisbären Regensburg: Neffin - Naud, Giles, Mähler, Zerressen, Bauer, Demetz, Weber - Morley, Trivino, Preto, Bracco, Peter, Slezak, Ontl, Berardinelli, Grimm. Jirgensons, Gajovsky, Angaran
Blue Devils Weiden: McNiven - Much, Kolb, Bohac, Pokorny, Ribnitzky, Schwaiger, Marusch - Gläser, Tsekos, Schwarz, Vogt, Schiemenz, Voyer, Ne. Samanski, No. Samanski, Vinzens, Edfelder, Voit, Thal
Tore: 1:0 (2.) Slezak (Peter, Bracco), 1:1 (8.) Edfelder (No. Samanski), 1:2 (31.) Schiemenz (Voyer), 2:2 (48.) Morley (Berardinelli, Bracco) 3:2 (55.) Mähler (Bracco), 3:3 (59.) Schiemenz (Muck), 4:3 (55.) Bracco
Strafen: Regensburg 4, Weiden 8
SR: Hinterdobler, Gawlik
Zuschauer: 4611

 
north