SpVgg SV Weiden erkämpft sich einen Punkt in Würzburg | Weiden24 - Stage

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Bereits beim Warmlaufen wurde deutlich: Der Platz auf der Würzburger Sepp-Endres-Anlage ist nicht bayernliga-tauglich. (Bild: Hügel)
Bereits beim Warmlaufen wurde deutlich: Der Platz auf der Würzburger Sepp-Endres-Anlage ist nicht bayernliga-tauglich. (Bild: Hügel)
Bereits beim Warmlaufen wurde deutlich: Der Platz auf der Würzburger Sepp-Endres-Anlage ist nicht bayernliga-tauglich. (Bild: Hügel)
cancel
info
Bereits beim Warmlaufen wurde deutlich: Der Platz auf der Würzburger Sepp-Endres-Anlage ist nicht bayernliga-tauglich. (Bild: Hügel)

SpVgg SV Weiden erkämpft sich einen Punkt in Würzburg

Ein Punkt als Lohn für eine tolle Moral: Die SpVgg SV Weiden trotzt in Würzburg mancher Widrigkeit. Ein Abwehrspieler rettet das Unentschieden.

Dass es für die SpVgg SV Weiden am Samstagnachmittag schwer werden würde, beim formstarken Tabellenzweiten Würzburger FV zu bestehen, war aus sportlichen Gründen bereits vor dem Anpfiff zu vermuten. Spätestens beim Warmlaufen wurde klar, dass diesmal nicht alleine Tagesform und fußballerische Qualität beider Mannschaften den Ausschlag geben würden. Aufgrund der katastrophalen Platzverhältnisse war ein flüssiges Bayernliga-Spiel nahezu unmöglich. Die vielen Unebenheiten, der von blankem Erdreich durchzogene, ramponierte Rasen stellte die Spieler auf beiden Seiten vor beinahe unlösbare Aufgaben.

Am Ende einer umkämpften Partie war es mit Adrian Hoti ein Weidener Innenverteidiger, der nach der Würzburger Führung in Halbzeit zwei für den 1:1-Ausgleich sorgte. Ein Remis, mit dem die Schwarz-Blauen durchaus leben können.

Für die SpVgg SV Weiden waren die personellen Voraussetzungen alles andere als ideal. Neben den bekannten Langzeitverletzten wie Patrik Vacek, Stefan Pühler, Paul Brand und seit drei Wochen auch Christoph Fenninger fehlte diesmal auch Kapitän Felix Behnke. Der Defensivspieler war wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt. Trainer Michael Riester war damit gezwungen, die Defensive umzubauen. Adrian Hoti rückte an der Seite von Paul Gebhard in die Innenverteidigung, der 21-jährige Samuel Solter gab auf der rechten Außenverteidigerposition sein Saisondebüt in der Startformation.

Gegen die seit fünf Spielen ungeschlagenen Würzburger musste der Gast kurz nach Spielbeginn eine heikle Situation überstehen. FV-Mittelfeldakteur Tim Herbert hämmerte den Ball in der 3. Minute an die Weidener Querlatte. Die SpVgg SV nahm danach den Kampf an und hätte auch in Führung gehen können. Aber der Distanzschuss von Moritz Zeitler landete ebenfalls nur an der Querstange (9.).

Danach prägten viele Zweikämpfe die ausgeglichene Partie. Beide Mannschaften hatten mit den miserablen Platzverhältnissen oftmals mehr zu tun als mit dem Gegner. Fast jeder Ball versprang, die Beherrschung des Spielgeräts war oft Glückssache. „Da liegen von den umliegenden Bäumen abgefallene Kastanien überall auf dem Platz”, zürnte SpVgg-Sportdirektor Rüdiger Hügel zur Halbzeit. „Das ist einem Bayernliga-Spiel nicht würdig.”

Nach dem Wechsel setzte sich das von viel Kampf geprägte Spiel fort. Bei Weiden musste Abwehrrecke Paul Gebhard verletzt raus, für ihn kam mit Felix Kühner ein weiterer Youngster. Beinahe zufällig fiel dann der Würzburger Führungstreffer. Nach einem Zuspiel über das Zentrum spitzelte Nils Hock das Leder ins Weidener Tor (57.). Doch die Freude der Gastgeber währte nur fünf Minuten. Der durchgebrochene Solter konnte von der Abwehr der Gastgeber nur mit einem Foul gestoppt werden. Den fälligen Freistoß zirkelte der an diesem Tag überragende Adrian Hoti aus 20 Meter unhaltbar zum 1:1 ins gegnerische Netz. Dabei blieb es bis zum Schlusspfiff.

Würzburger FV: Schmidt, Meusert, Breunig, Hofmann, Glas (85. Gobbo), Zeitler (75. Döring), Hock, Herbert, Wagner, Istrefi, Michel
SpVgg SV Weiden: Bartl, Solter, Gebhard (52. Kühner), Hoti, Zeitler, Lang, Ruda, Bauer (86. Siegert), Schaller (76. Höfler), Lieder (64. Hügel), Sylejmani (64. Bytomski)
Tore: 1:0 (57.) Nils Hock, 1:1 (62.) Adrian Hoti – SR: Peter Frank – Zuschauer: 384

 
north