Mit einem Schockanruf bringen Betrüger eine Seniorin um Bargeld und Schmuck. In Rothenstadt nimmt ein Abholer die Wertsachen entgegen. Die Kriminalpolizei Weiden sucht Zeugen.
Mit einem erfundenen Notfall haben Betrüger eine Seniorin um Bargeld und Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro gebracht. Nach Angaben der Kriminalpolizei Weiden meldete sich am Mittwoch, 4. November, gegen 15.55 Uhr ein Mann telefonisch bei der Frau und gab sich als Professor der Intensivstation des Klinikums Nordoberpfalz aus. Er habe behauptet, die Tochter der Seniorin sei in die Notaufnahme eingeliefert worden und leide an einer lebensbedrohlichen Erkrankung. Für die Behandlung sei angeblich ein spezielles Medikament aus der Schweiz nötig, das 90 000 Euro koste.
Als die Seniorin einen Nachweis für den Krankenhausaufenthalt verlangt habe, habe eine weitere Täterin das Gespräch übernommen und sich als Tochter ausgegeben. Sie habe die Frau laut Polizei mit weinerlicher Stimme um Hilfe gebeten. Im weiteren Gespräch fragten die Betrüger nach Bargeld und Schmuck. Zwischen 16.30 und 17 Uhr nahm dann ein unbekannter Mann die Wertsachen an der Wohnanschrift der Seniorin in der Gartenstraße in Rothenstadt entgegen und verschwand anschließend unerkannt.
Die Kriminalpolizei Weiden i.d.OPf. bittet um Hinweise von Menschen, die im genannten Zeitraum im Bereich der Gartenstraße verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben. Hinweise nimmt die Dienststelle unter Telefon 0961/401-2222 entgegen.
Den Abholer beschreibt die Polizei so:
Die Polizei gibt außerdem diese Tipps im Zusammenhang mit Schockanrufen: