Ramadan 2026: Bedeutung und Tradition des Fastenbrechens | Weiden24 - Stage

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Das gemeinsame Beten ist ein wichtiger Bestandteil des Ramadan. (Bild: Marcus Brandt/dpa)
Das gemeinsame Beten ist ein wichtiger Bestandteil des Ramadan. (Bild: Marcus Brandt/dpa)
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Das gemeinsame Beten ist ein wichtiger Bestandteil des Ramadan. (Bild: Marcus Brandt/dpa)

Ramadan 2026: Bedeutung und Tradition des Fastenbrechens

Am 20. März beginnt in diesem Jahr im Islam das Fest des Fastenbrechens. Wir erklären euch die Bedeutung und Fastenregeln des Ramadan.

Viele kennen es unter dem Namen „Zuckerfest“: Am 20. März endet in diesem Jahr der Ramadan und Muslim*innen feiern das „Eid al-Fitr“, was „Fest des Fastenbrechens“ bedeutet. Die Bezeichnung „Zuckerfest“ ist eher umgangssprachlich, da sie die religiöse Bedeutung vernachlässigt, weshalb man am besten diesen Begriff oder aber „Ramadan-Fest“ benutzen sollte. Vor dem Fest haben viele Muslim*innen dreißig Tage gefastet. Das Fasten gehört zu den fünf Säulen des Islam, wie die Deutsche Islam-Konferenz berichtet.

Der Fastenmonat der Muslim*innen

Fasten bedeutet für Muslim*innen, zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang auf Essen und Trinken zu verzichten. Kinder, alte und kranke Menschen, Schwangere, Stillende sowie Menstruierende sind von dieser Pflicht befreit. Auch auf Reisen muss nicht gefastet werden. Somit soll niemand fasten, für den es sehr schädlich wäre. Die verpassten Fastentage werden jedoch oft nachgeholt, wie das Lernportal Studyflix erklärt.

Bedeutung des Fastens

Das Fasten soll im Islam das Herz und die Seele reinigen, damit Platz für den Glauben geschaffen werden kann. Außerdem soll es die Verbindung zu Allah stärken. Somit ist auch das Beten im Ramadan von besonderer Bedeutung. Außerdem sind auch die Gemeinschaft sowie soziales Engagement wichtige Aspekte, die während des Fastenmonats besonders im Vordergrund stehen sollen.

Ursprung des Ramadan

Die letzten zehn Tage des Ramadan haben eine besondere Bedeutung: Dort feiern die Muslim*innen die „Lailat al-Qadr“. Nach islamischem Glauben soll dort die Herabsendung des Koran begonnen haben. Die „Lailat al-Qadr“ wird traditionell in der 27. Nacht des Fastenmonats gefeiert. Sie und die letzten zehn Tage des Ramadan gelten als besonders heilig. In Gedenken an dieses Ereignis, das im Jahr 610 n. Chr. stattgefunden haben soll, entstand der Ramadan als Fastenmonat.

Der islamische Kalender

Das islamische Jahr richtet sich nach dem Mondzyklus. Der Fastenmonat Ramadan beginnt mit der Morgendämmerung nach dem Erscheinen des neunten Vollmonds im Jahr. Da das Mondjahr jedoch nur etwa 354 Tage lang ist, gibt es kein festes Datum für den Ramadan, und sein Beginn wandert jedes Jahr um 10 bis 11 Tage zurück.

Das Fest des Fastenbrechens

Der Ramadan endet mit dem Fest des Fastenbrechens. Das „Eid al-Fitr“ oder auch „Bayram“ dauert drei Tage und wird oft auch „Zuckerfest“ genannt. Es ist eine Zeit der Freude und Dankbarkeit, in der Muslim*innen feiern, sich beschenken und reichhaltige Speisen teilen. Meist gibt es auch viele traditionelle Süßspeisen, wie beispielsweise Baklava. Daher kommt im weitesten Sinne auch der Begriff „Zuckerfest“.

Zudem ist das gemeinsame Beten in der Moschee fester Bestandteil des Festes. Die Gemeinschaft steht im Allgemeinen sehr im Vordergrund, weshalb es üblich ist, dass die ganze Familie zusammenkommt, um zu feiern. Viele Menschen spenden für ärmere Mitglieder der jeweiligen Gemeinde, um auch diese zu unterstützen und die Gemeinschaft zu stärken. Auch die Abgabe von Almosen ist Teil der fünf Säulen des Islam.

 
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