Ein falscher Microsoft-Mitarbeiter bringt einen 76-Jährigen um 4368 Euro. Der Senior gibt Fernzugriff auf seinen Computer und bestätigt Zahlungen per Banking-App. Die Polizei ermittelt.
Ein unbekannter Betrüger hat einen 76-Jährigen um 4368 Euro gebracht. Nach Angaben der Polizei Sulzbach-Rosenberg habe der Mann am Wochenende bei dem Senior angerufen und sich als Mitarbeiter von Microsoft ausgegeben. Er habe vor einem angeblichen Trojaner auf dem Computer gewarnt und den 76-Jährigen dazu gebracht, einen Fernzugriff auf das Gerät zuzulassen.
Anschließend habe der Anrufer eine angeblich unrechtmäßige Zahlung vorgetäuscht, die gestoppt werden müsse. Dazu sollte der 76-Jährige laut Polizeibericht eine Bestätigung in seiner Onlinebanking-App ausführen. Danach seien von drei Konten insgesamt 4368 Euro abgebucht worden.
Die Ermittlungen richten sich laut Polizei gegen Täter im Ausland. Ob die Überweisungen noch rechtzeitig gestoppt werden konnten, war zunächst unklar. Die Polizei warnt davor, Unbekannten am Telefon Zugriff auf Computer, Smartphones oder andere Geräte zu geben. Microsoft kontaktiere Kunden nie unaufgefordert, um angebliche Viren oder Sicherheitsprobleme zu beheben. Auch TANs, Zugangsdaten oder Bestätigungen in Banking-Apps sollten niemals auf telefonische Anweisung ausgeführt werden.