Landratsamt Neustadt/WN informiert über PFAS-Belastung in Fischen bei Grafenwöhr | Weiden24 - Stage

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Bei Proben in Fischen aus mehreren Gewässern auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr wurde eine zu hohe Konzentration der Chemikaliengruppe PFAS festgestellt. (Archivbild: Gabi Schönberger)
Bei Proben in Fischen aus mehreren Gewässern auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr wurde eine zu hohe Konzentration der Chemikaliengruppe PFAS festgestellt. (Archivbild: Gabi Schönberger)
Bei Proben in Fischen aus mehreren Gewässern auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr wurde eine zu hohe Konzentration der Chemikaliengruppe PFAS festgestellt. (Archivbild: Gabi Schönberger)
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Bei Proben in Fischen aus mehreren Gewässern auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr wurde eine zu hohe Konzentration der Chemikaliengruppe PFAS festgestellt. (Archivbild: Gabi Schönberger)

Landratsamt Neustadt/WN informiert über PFAS-Belastung in Fischen bei Grafenwöhr

Das Landratsamt Neustadt an der Waldnaab reagiert auf zahlreiche Anfragen zur PFAS-Belastung in Fischen aus Gewässern beim Truppenübungsplatz Grafenwöhr. Ein Angelverbot gilt nur auf dem Gelände selbst.

Nach Berichten über PFAS-Belastungen in Fischen aus Gewässern im Umfeld des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr hat das Landratsamt Neustadt an der Waldnaab zahlreiche Anfragen erhalten. Laut einer Pressemitteilung vom 11. Juni gilt das von der US-Armee ausgesprochene Angelverbot nur für bestimmte Gewässer auf dem Truppenübungsplatz selbst, die Zivilisten nicht zugänglich sind. Für Gewässer außerhalb des Geländes wurde kein Verbot erlassen, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamts Neustadt von Donnerstag.

Fischmonitoring und Ergebnisse

Die Diskussion wurde durch Ergebnisse eines Fischmonitorings ausgelöst, für das Fische aus abfließenden Gewässern des Truppenübungsplatzes untersucht wurden. Die Bewertung dieser Untersuchungen obliege den zuständigen Fachbehörden, teilt das Landratsamt mit. Auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien heißt es, darunter befänden sich interne Behörden, vor allem aber externe Behörden wie die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die den Untersuchungsbericht in Auftrag gegeben habe.
Weiher und Teiche außerhalb des Truppenübungsplatzes seien nicht Teil des Monitorings gewesen, sodass keine Aussagen zu diesen Gewässern getroffen werden können. Fische können sich innerhalb von Gewässersystemen bewegen, weshalb die Ergebnisse im jeweiligen Kontext betrachtet werden müssen, schreibt das Landratsamt.

Umgang mit PFAS-Belastungen

Das Landratsamt betont, dass PFAS (Per- und Polyfluoralkylsubstanzen) in vielen Umweltbereichen nachweisbar sind und nicht nur im Umfeld des Truppenübungsplatzes vorkommen. Eine flächendeckende Untersuchung aller Gewässer im Landkreis sei weder rechtlich zugewiesen noch organisatorisch und finanziell möglich.
Fischereivereine und Nutzungsberechtigte seien über die PFAS-Thematik informiert worden. Wer eine individuelle Untersuchung auf PFAS für ein bestimmtes Gewässer oder selbst gefangene Fische wünsche, könne dies eigenverantwortlich über qualifizierte Laboratorien veranlassen.

Nach aktuellem Kenntnisstand gebe es keine Hinweise auf eine Beeinträchtigung der öffentlichen Trinkwasserversorgung im Landkreis. Die zuständigen Fachbehörden überwachten die Trinkwasserqualität regelmäßig. Das Landratsamt bleibe im Austausch mit den Fachstellen und werde die Öffentlichkeit bei neuen Erkenntnissen informieren, heißt es abschließend.

 
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