Jugendliche im Landkreis Neustadt/WN wählen bei U-18-Kommunalwahl | Weiden24 - Stage

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Die U18-Kommunalwahlen im Landkreis Neustadt/WN: Wählen wie im „richtigen Leben“. (Bild: Martin Neumann)
Die U18-Kommunalwahlen im Landkreis Neustadt/WN: Wählen wie im „richtigen Leben“. (Bild: Martin Neumann)
Die U18-Kommunalwahlen im Landkreis Neustadt/WN: Wählen wie im „richtigen Leben“. (Bild: Martin Neumann)
cancel
info
Die U18-Kommunalwahlen im Landkreis Neustadt/WN: Wählen wie im „richtigen Leben“. (Bild: Martin Neumann)

Jugendliche im Landkreis Neustadt/WN wählen bei U-18-Kommunalwahl

Rund 1390 Jugendliche im Landkreis Neustadt/WN haben bei der U-18-Kommunalwahl ihre Stimme abgegeben. Die Ergebnisse zeigen ein starkes politisches Interesse der jungen Generation.

Im Landkreis Neustadt/WN haben zwischen dem 23. und 27. Februar rund 1390 Jugendliche an der U-18-Kommunalwahl teilgenommen. Der Kreisjugendring organisierte die Wahl mit einem mobilen Wahllokal, das an zehn Stationen im Landkreis Halt machte. Die Jugendlichen konnten sowohl den Kreistag als auch den Landrat wählen, wie der Kreisjugendring mitteilt.

Bei der Wahl zum Landrat erhielt der amtierende Landrat Andreas Meier 53,11 Prozent der gültigen Stimmen. Rebekka Fischer folgte mit 18,32 Prozent, dicht gefolgt von Tino Bayer mit 17,29 Prozent. Simon Escher-Herzog von der Linken erreichte 11,28 Prozent.

Politisches Interesse der Jugend

„Die U-18-Kommunalwahl zeigt einmal mehr: Kinder und Jugendliche interessieren sich für Politik und wollen ihre Meinung vertreten“, erklärt Martin Neumann, Geschäftsführer des Kreisjugendrings Neustadt. Arno Speiser von der Koordinierungs- und Fachstelle „Neustadt lebt Demokratie!“ ergänzt, dass das Interesse der Jugendlichen aufgenommen werden müsse, um deren Bedürfnisse zu vertreten. Er fordert verstärkte Anstrengungen in der Demokratiebildung, um die politische Sozialisation nicht allein den sozialen Medien zu überlassen.

Wahl des Kreistags

Auch den Kreistag konnten die Jugendlichen wählen. Allerdings sind diese Ergebnisse nicht mit dem späteren Ausgang der Kommunalwahl zu vergleichen, da die Jugendlichen lediglich die antretenden Parteien wählen konnten und nicht die einzelnen Kandidierenden der Listen. Eine Kumulierung war nicht möglich, erläutert Neumann. Die CSU wurde als stärkste Fraktion gewählt, gefolgt von der AfD, der SPD und nahezu gleichauf die Freien Wähler und „Die Linke“.

Die hohe Beteiligung junger Wählerinnen und Wähler bei der U-18-Wahl verleihe der Forderung des Bayerischen Jugendrings, das Wahlalter zu senken, neues Gewicht, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Altersgrenze bedeute eine strukturelle Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen. Der Kreisjugendring hoffe, dass die Politik die Bedürfnisse junger Menschen nach der U18-Wahl stärker in ihre Entscheidungen einbeziehe.

 
north