Am dritten Prozesstag gegen den „größten Methamphetaminhändler Ambergs“ offenbaren Zeugenaussagen und ein psychiatrisches Gutachten die problematische Vergangenheit des 29-Jährigen. Auch die Frage nach einer Unterbringung steht im Raum.
Der Prozess um den als „größten Methamphetaminhändler” Ambergs bekannten 29-jährigen Angeklagten aus Sulzbach-Rosenberg geht weiter. Aktuell muss er sich unter anderem wegen bewaffneten Drogenhandels und versuchter schwerer räuberischer Erpressung vor dem Landgericht Amberg verantworten.
Am dritten Prozesstag trat ein 37-jähriger Zeuge auf, der bereits in einem eigenen Verfahren verurteilt wurde. Der Zeuge beschrieb den Angeklagten als bedrohlich und erklärte, dass er ihm geholfen hatte, Kunden zu finden. Zusätzlich äußerte sich der forensisch-psychiatrische Sachverständige Dr. Thomas Wenske zur Schuldfähigkeit des Angeklagten. Obwohl die Analyse eine starke Suchtmittelabhängigkeit offenbart, gibt es laut Gutachter keine Hinweise auf eine verminderte Schuldfähigkeit. Chancen auf einen Therapieerfolg sieht er trotz Rückfällen durchaus.
Brisante Aufnahmen von der Polizei zeigen das Aggressionspotenzial des Angeklagten deutlich. In überwachten Gesprächen hörte man Drohungen gegen andere, die seine aggressive Natur untermauern könnten.
Der Prozess wird am 30. September fortgesetzt, doch ein Urteil erwartet man nicht vor November.