Großübung der Feuerwehr in Oberwildenau: Brand in Kunststofffertigung simuliert | Weiden24 - Stage

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
In Oberwildenau fand eine groß angelegte Einsatzübung der Feuerwehr statt. (Bild: Alexander Kleber)
In Oberwildenau fand eine groß angelegte Einsatzübung der Feuerwehr statt. (Bild: Alexander Kleber)
In Oberwildenau fand eine groß angelegte Einsatzübung der Feuerwehr statt. (Bild: Alexander Kleber)
cancel
info
In Oberwildenau fand eine groß angelegte Einsatzübung der Feuerwehr statt. (Bild: Alexander Kleber)

Großübung der Feuerwehr in Oberwildenau: Brand in Kunststofffertigung simuliert

In Oberwildenau fand eine groß angelegte Feuerwehrübung statt. Feuerwehren aus drei Landkreisen probten den Ernstfall in der Kunststofffertigung der Firma Höhbauer.

Am Mittwoch fand in Oberwildenau eine groß angelegte Einsatzübung der Feuerwehr statt. Das Übungsobjekt war die Kunststofffertigung der Firma Höhbauer im Industriegebiet Oberwildenau an der Kohlberger Straße, berichtet der Kreisfeuerwehrverband Neustadt/Waldnaab in einer Pressemitteilung. Das Einsatzstichwort lautete „B4 Brand Industrie“. Gegen 18.30 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Oberpfalz-Nord (ILS O-N) Betriebsstätte Weiden im Rahmen der Übung ein Großaufgebot an Feuerwehren aus der Umgebung von Oberwildenau. Gleichzeitig ging der Alarm auch über die ILS O-N Betriebsstätte Amberg an die Feuerwehren aus den Landkreisen Schwandorf und Amberg-Sulzbach. So machten sich Feuerwehren aus drei Landkreisen und der Stadt Weiden umgehend auf den Weg zum Einsatzort der Übung.

Erste Lageerkundung

Als Erster traf der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Oberwildenau, Johannes Kres, mit seinem Führungsfahrzeug an der Einsatzstelle ein und begann mit einer umfassenden Lageerkundung. Im angenommenen Szenario war es in der Kunststofffertigung zu einem Brand mit starker Rauchentwicklung gekommen, neun Personen galten als vermisst. Kres ließ eine Einsatzleitung aufbauen und teilte die ankommenden Feuerwehren auf vier Einsatzabschnitte auf.

Menschenrettung hat Vorrang

Entsprechend der Übungslage hatte die Rettung der vermissten Personen oberste Priorität. Mehrere Trupps aus den Einsatzabschnitten 1 und 2 gingen mit Atemschutzgeräten ins Gebäude, um nach den Vermissten zu suchen. Eine der „vermissten“ Personen machte sich auf dem Turm der Kunststofffertigung bemerkbar. Die Feuerwehr Weiden setzte die Drehleiter ein, um die Person schnell vom Turm zu retten. Die anderen gesuchten Personen wurden zügig in den stark verrauchten Produktionshallen gefunden und ins Freie gebracht. Anschließend setzten die Einsatzkräfte in beiden Abschnitten die Brandbekämpfung im Innenbereich fort, während der Außenangriff bereits lief.

Aufbau Wasserversorgung und Atemschutzsammelstelle

Parallel zu den Löscharbeiten richteten die Einsatzkräfte im Rahmen der Übung zwei unabhängige Stellen zur Löschwasserentnahme ein. Die erste Stelle war ein Hydrant im Industriegebiet, von dem aus sie eine Schlauchleitung ins Werksgelände verlegten. Die zweite Stelle war ein Löschwasserbehälter auf dem Werksgelände. Die Feuerwehr Altenstadt/WN richtete mit ihrem landkreiseigenen Gerätewagen die Atemschutzsammelstelle in der Nähe der Einsatzleitung ein.

Übungsende und zusammenfassende Aussprache

Dank der wirksamen Löschversuche und der hervorragenden Zusammenarbeit aller Beteiligten konnte der Einsatzleiter bald das Übungsende verkünden und den Abbau anordnen. Nach Abschluss der Aufräumarbeiten trafen sich die Beteiligten in einer Ausstellungshalle der Firma Höhbauer zu einer Aussprache. Kreisbrandmeisterin Carola Adam dankte den insgesamt 138 Einsatzkräften der Feuerwehren Oberwildenau, Luhe-Markt, Neudorf b. Luhe, Altenstadt/WN, Engleshof, Etzenricht, Hannersgrün, Kohlberg, Pirk, Weiden i.d.OPf., Neuersdorf (Landkreis Amberg-Sulzbach) sowie Oberköblitz (Landkreis Schwandorf) für ihre Mitwirkung sowie den Verantwortlichen der Firma Höhbauer für die Möglichkeit, auf dem Werksgelände zu üben.

 
north