Allegri, Spalletti, Mancini, Conte, Pirlo, Gattuso. In Italien gibt es offenbar nur diese Trainer. So scheint es jedenfalls. Denn bei welchem Spitzenclub auch immer gerade der Trainerposten frei ist: Einer von diesen Namen wird den Job übernehmen. Gefühlt war jeder von ihnen schon Trainer bei jedem Topverein in Italien – und bei der italienischen Nationalmannschaft. Diese paar Namen werden da seit Jahren munter durchgewechselt. Ab und zu kommt es dann auch vor, dass einer der Trainer Nach-Nach-Nachfolger von sich selbst wird. Das Fußballfachmagazin „Kicker“ nannte das mal das „kuriose Trainerkarussell in Italien“.
Ganz so schlimm ist es auf dem Trainermarkt im Oberpfälzer Amateurfußball noch nicht. Aber auch hier bedienen sich die Vereine gerne bei altbekannten Gesichtern. Der 1. FC Schlicht etwa hat nun als Nachfolger von Ex-Coach Sven Seitz, der nach dem vergangenen Wochenende gehen musste, Hakan Boztepe verpflichtet. Er kennt die Gegend ganz gut, war ja mehrere Jahre Trainer des Schlichter Rivalen, des FV Vilseck.
Und der SV Schwandorf-Ettmannsdorf? Der hat sich Rüdiger Fuhrmann geholt. Den kennt man ja auch. Der 65-Jährige war gefühlt schon bei fast jedem Amateur-Topverein in der Oberpfalz als Trainer aktiv: SpVgg Weiden I und II, Etzenricht, Hahnbach, Luhe-Wildenau, Cham, jetzt Schwandorf-Ettmannsdorf. Was heißt Fuhrmann auf Italienisch?