Der Einsatz von GPS-überwachten Präventionsfahrrädern hat in der Oberpfalz zur Festnahme eines 47-Jährigen geführt. Der Mann steht im Verdacht, für zahlreiche Fahrraddiebstähle verantwortlich zu sein. Die Polizei ermittelt.
Ein 47-jähriger Mann ohne festen Wohnsitz ist der Polizei in der Oberpfalz dank präparierter Fahrräder ins Netz gegangen. Anfang Juni entwendete der Verdächtige im Stadtgebiet von Weiden ein hochwertiges Fahrrad, das mit einem GPS-Sender ausgestattet war. Der Mann beschädigte das Schloss und brachte das Rad zum Bahnhof in Schwarzenfeld (Landkreis Schwandorf), wo er es mit einem eigenen Schloss sicherte. Dort nahmen ihn Einsatzkräfte vorläufig fest.
Wie die Polizei mitteilt, hatte der 47-Jährige zuvor am selben Bahnhof ein weiteres, unversperrtes Mountainbike mit seinem Schloss gesichert. Bei seiner Durchsuchung fanden die Beamten zudem eine geringe Menge einer kristallinen Substanz, mutmaßlich Methamphetamin.
Am frühen Montagmorgen, 15. Juni, fiel der Mann erneut auf. Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Schwandorf brach er das Schloss eines weiteren Präventionsfahrrads auf. Dank der Ortung stellten Polizisten den Dieb kurze Zeit später und nahmen ihn abermals fest. Dabei hatte er einen Rucksack mit elektronischen Geräten bei sich, darunter ein Laptop und ein Mobiltelefon. Die Ermittlungen ergaben, dass ein Teil dieser Gegenstände am Vortag einem 39-jährigen Mann am Hauptbahnhof Regensburg gestohlen worden war. Das Diebesgut konnte dem Eigentümer bereits zurückgegeben werden.
Die Polizei geht davon aus, dass der 47-Jährige für zahlreiche weitere Fahrraddiebstähle in der gesamten Oberpfalz und darüber hinaus verantwortlich sein könnte. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Amberg wurde der Mann am Montag dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Er befindet sich nun in einer Justizvollzugsanstalt.